Just – Evotec Biologics startet eine Phase-I-Studie mit JST-018, einem Antikörpercocktail gegen Orthopoxviren wie Pocken- und Mpox-Viren. Das Programm entstand im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Evotec übernahm die Entwicklung von der Antikörperauswahl bis zur cGMP-Herstellung am J.POD-Standort in Redmond und setzt dabei auf Continuous Manufacturing.

Die NRW.BANK beteiligt sich über NRW.SeedCon an dem 2023 gegründeten Unternehmen aus Pulheim. Nun hat das Biotech-Start-up Phagestack ein eigenes Labor im BioCampus Cologne eröffnet. Phagestack kombiniert Machine Learning, Datenbanken und Laborforschung, um gezielt Bakteriophagen gegen antibiotikaresistente Erreger zu entwickeln und neue Wirkstoffe zu validieren.

Die Rostocker Artcline GmbH nutzt das Geld aus der Finanzierungsrunde, darunter 1 Mio. Euro von der MBG Mecklenburg-Vorpommern, um die geplante Markteinführung der Immunzelltherapie ARTICE® gegen septischen Schock Anfang 2027 vorzubereiten. Die Phase III-Studie ReActIF-ICE mit 142 Patienten ist abgeschlossen; die Topline-Daten sollen noch 2026 veröffentlicht werden.

Novartis muss einen weiteren Rückschlag in seiner Pipeline verkraften: Der AOC-Kandidat del-desiran hat in der Phase III-Studie HARBOR bei Myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) den primären Endpunkt verfehlt. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Handfunktion gegenüber Placebo wurde nicht erreicht.

Wirkstoffe ins Gehirn: YUMAB und ISAR Bioscience wollen den Transferrin-Rezeptor nutzen, um Biologika über die Blut-Hirn-Schranke zu schleusen. Die Kooperation reiht sich in einen wachsenden Wettlauf um BBB-Shuttles ein – denn wer den Transportweg ins Gehirn beherrscht, könnte neue Wirkstoffklassen für neurologische Erkrankungen erschließen.

NRW will mit 200 Mio. Euro ein Krebszentrum aus sieben Universitätskliniken und der TU Dortmund bilden. Dort soll Forschung, KI, Wirkstoffentwicklung und Diagnostik vernetzt werden. Für ein einzelnes thematisches Forschungsprogramm eines Bundeslandes ist das eine bemerkenswerte Größenordnung und ein Signal für den wachsenden Stellenwert datengetriebener Onkologie.

Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.

georgneu

Wer nicht eng mit dem Scienc4Life-Wettbewerb in Hessen verbunden ist, hat es womöglich nicht mitbekommen: dieser mit gut drei Jahrzehnten Laufzeit besonders traditionelle Businessplan-Wettbewerb wird überraschend nicht fortgeführt. Dafür hatte es im Frühsommer noch keinerlei Anzeichen gegeben. Eine fehlende Unterschrift des Hauptsponsors bedeutete jedoch das Ende.

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